Bericht aus dem Archiv
- 1. Jan. 2026
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Bericht aus dem Krusenstiernska-Archiv
Im 19. und bis ins frühe 20. Jahrhundert war es weit verbreitet, Haarlocken aufzubewahren und daraus Gegenstände herzustellen. In der Gemeinde Våmhus in Dalarna entwickelte sich ein reges Geschäft, in dem sogenannte Haarschneider sowohl lokal als auch auf Reisen in Schweden und im Ausland Haararbeiten anfertigten. Haar ist sehr widerstandsfähig gegen Alterung. Im Familienarchiv finden sich mehrere Beispiele, hauptsächlich Haarlocken aus der eigenen Familie. Auch Barthaare kommen vor.
Ein Foto zeigt zwei dünne, unfertige Zöpfe und loses, unbehandeltes Haar von Louise Amalia Charlotta, geborene von Baerenfels-Warnow (1792–1870), der Mutter von Louise und Hermina, über die wir bereits berichtet haben. Das andere Foto zeigt eine Uhrenkette, die dem Gründer des Familienarchivs, Philip Herman (1875–1938, Neffe von Louise und Hermina), gehörte und aus dem Haar von Mutter Carolina (geb. Wibeck) gefertigt ist. Waren die Frauen der Legende nach selbst diejenigen, die die Frisuren anfertigten?





